Ausgabe 03.2019

 

TITELTHEMA | LEICHTBAU

Initiative Massiver Leichtbau – Phase III: Werkstofflicher Leichtbau für Hybrid-Pkw und schweren Lkw
Von umsetzbaren Leichtbaupotenzialen lässt sich besser reden, wenn sie anhand eines konkreten, repräsentativen Fahrzeugs aufgezeigt werden. In ihrem dritten Projekt zeigt die Initiative Massiver Leichtbau mit internationaler Partnerstruktur, welche Leichtbaupotenziale in einem Split-Axle-Hybrid-Pkw und in den Subsystemen eines schweren Lkw liegen. Zu den Ergebnissen am Beispiel Antriebswelle, Stoßdämpfer, Radträger und Pleuel zählen Gewichtseinsparungen um 23 bis 35 %.

Interview „Der Mehrwert ist beim Leichtbau entscheidend“
Im Interview spricht Thomas Wolf, Leiter des Leichtbau- und Technologiezentrums von BMW, darüber, wie ein Mehrwert durch Leichtbau gelingen kann und wo die größten Stellhebel für den Leichtbau bei der täglichen Arbeit der Ingenieure liegen.

Leichtbau-Fahrwerkkonzept mit Potenzial für die Großserie

In einem zweijährigen Projekt unter Führung von Ford wurden ein Achsschenkel aus Faserverbundwerkstoff und die für die Großserien-Produktion benötigten Werkzeuge entwickelt. Dafür wurden neue CAE-Techniken erdacht und Bauteile mit einem erstmals in der Automobilindustrie verwendeten Multi-Material-Fertigungsprozess hergestellt.

ENTWICKLUNG

AKUSTIK | NVH

Beurteilung der Geräuschqualität von Nebenaggregaten auf Prüfständen
Vor dem Hintergrund der Elektrifizierung von Fahrzeugen gewinnt die Geräusch- und Vibrationsqualität von Nebenaggregaten zunehmend an Relevanz. Die Antriebsgeräusche sind jetzt leiser, schmalbandiger und in einem höheren Frequenzbereich angesiedelt. Durch den Wegfall des Verbrennungsmotor-Riementriebs können optimierte Betriebsstrategien gefahren werden, die aber nicht mehr an den Fahrzustand gebunden sind. Head Acoustics untersuchte unerwartete hörbare Zustandsänderungen, die zusätzlich die Wahrnehmungsschwelle senken.

FAHRWERKSYSTEME

Effiziente Fahrwerkapplikation mit Integralregler und virtuellen Methoden
Die fahrdynamischen Gene eines Audi-Pkw werden basierend auf einem passiven Grundfahrwerk maßgeblich durch die Funktionssoftware der aktiven Fahrwerksysteme definiert. Der Übertrag des markenspezifischen Fahrverhaltens auf die zunehmende Anzahl von Fahrzeugmodellen und -varianten der Angebotsstrategie ist mit steigenden Aufwänden in der Fahrwerkabstimmung verbunden. Neue Elektroantriebsstränge erweitern die Komplexität zusätzlich. Das Ziel bei Audi ist es, diese Zusatzaufwände innerhalb des Produktentstehungsprozesses mit reduzierten Ressourcen zu bewältigen.

Anforderungen an Bremskraftverstärker für das automatisierte Fahren
Durch das automatisierte Fahren werden ESP-Systeme und Bremskraftverstärker noch wichtiger als zuvor. Der Entwicklungsdienstleister LSP stellt sich diesem Trend und vergleicht elektromechanische Bremskraftverstärker unter dem Aspekt eines zunehmenden Grads der SAE-Automatisierungsstufen. Als Neuentwicklung wird erstmals der kompakte Bremskraftverstärker X-Boost näher vorgestellt, der sehr leicht und schmal baut.

THERMOMANAGEMENT

Kompressorlose Adsorptions-Standklimaanlage für Nutzfahrzeuge
Um dem Fahrer während einer Ruhepause in der Kabine angenehme Temperaturen zu ermöglichen, laufen Lkw-Klimaanlagen auch im Stand. Der benötigte Kompressor wird dabei direkt vom Dieselmotor angetrieben. Hohe Abgas- und Geräuschemissionen sowie neue gesetzliche Vorschriften erschweren jedoch dieses Vorgehen. Mahle hat ein System entwickelt, das geräuschfrei, verschleißarm und effizient die Fahrerkabine kühlt.

Reichweitensteigerung bei Plug-in-Hybriden durch Thermomanagementmaßnahmen
Noch immer besteht ein großes Potenzial, durch optimiertes Thermomanagement Kraftstoff und Energie einzusparen. Wie sich verschiedene Techniken und Maßnahmen auswirken, war Inhalt einer Studie mit virtuellen Untersuchungen von Eberspächer und dem Fraunhofer ICT.

ELEKTROFAHRZEUGE

Edelstahl in Gehäusen von Traktionsbatterien
Mit der Kombination aus innovativen Konzepten und der gezielten Ausnutzung der Eigenschaftspotenziale austenitischer Edelstähle kann neben der Crashsicherheit auch das Thermomanagement von Batterien optimiert werden. Für einen Leichtbau-Energiepack speziell für Elektrofahrzeuge entwickelte der Edelstahlspezialist Outokumpu einen ultrahochfesten Sonderwerkstoff.

SICHERHEIT

Das Sicherheitskonzept des Mercedes-Benz GLC F-Cell Plug-in-Hybrid
Beim Plug-in-Hybridfahrzeug Mercedes-Benz GLC F-Cell erzeugt eine Brennstoffzelle zusätzlich elektrische Energie, um die Reichweite des Elektrofahrzeugs zu erhöhen. Wegen des Brennstoffzellensystems und des Wasserstofftanks gelten besondere Herausforderungen an die Unfallsicherheit. Daimler erklärt das spezielle Sicherheitskonzept und wie alle sicherheitsrelevanten Komponenten wie die Wasserstofftanks, gasführende Teile und Hochvoltkomponenten crashgerecht integriert wurden.

FORSCHUNG | SCHWINGUNG UND DÄMPFUNG

Hochdynamische Charakterisierung von hydraulischen Schwingungsdämpfern
Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Elektrifizierung von Kraftfahrzeugen entfällt die vibroakustische Maskierung durch den Verbrennungsmotor. Schwingungsanregungen durch den Reifen-Fahrbahn-Kontakt treten dadurch stärker in Erscheinung. Zur gezielten NVH-Optimierung sowie zur Repräsentation von Schwingungsdämpfern in Fahrzeug-NVH-Modellen wurde am Fraunhofer LBF eine experimentelle Methodik zur hochdynamischen Charakterisierung von hydraulischen Schwingungsdämpfern entwickelt.


Anzeigenschluss: 30.01.2019
Druckunterlagenschluss: 05.02.2019
Erscheinungstermin: 22.02.2019


Kontakt

Günter Schmitz
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