Ausgabe 06.2019

 

TITELTHEMA LEICHTBAU VON MORGEN

Künftige virtuelle Produktentwicklung mit Simulationsmethoden und KI
Gestiegene Materialvielfalt und höhere Bauteilanforderungen bei gleichzeitig kürzer werdenden Entwicklungszyklen erhöhen die Komplexität und den Entwicklungsaufwand aktueller Leichtbaulösungen. Wissenschaftler am KIT untersuchen, wie zukünftig Simulationen und maschinelles Lernen kombiniert werden können, um Entwicklungsprozesse zu beschleunigen.

Leichtbauwerkstoffe in der Automobilindustrie von morgen
Mit dem weltweiten Bevölkerungswachstum steigt der Bedarf an Mobilität. Um diese möglichst umweltfreundlich zu halten, wird der Leichtbau auch in Zukunft von zentraler Bedeutung sein. Jedoch wird sich neben den Anforderungen des Mobilitätswandels auch die Verfügbarkeit von Rohstoffen auf Leichtbauweisen auswirken. Bei der Gestaltung zukünftiger Mobilitätsformen  kommt dem Leichtbauingenieur daher eine wichtige Rolle zu.

INTERVIEW

„Den Bedarf der Automobilindustrie können wir problemlos decken“
Professor Thomas Brück stellt an der TU München Kohlefasern aus Algen her. Der gesamte Herstellungsprozess bindet mehr CO2 aus der Atmosphäre als er emittiert. Im Interview erläutert Thomas Brück, dass sich der Prozess für die Versorgung großer Industrien problemlos hochskalieren lässt, wie eine Algen-Carbon-Industrie aussähe und welche Weichenstellungen er von der Politik erwartet. 

WERKSTOFFE

Amorphe Metalle für die Serienfertigung
Amorphe Metalle eignen sich für extrem stabile und dennoch hochelastische Leichtbauelemente in E-Mobilität, Luft- und Raumfahrt oder Medizintechnik. Heraeus und Engel haben nun einen Prozess entwickelt, mit dem sich die Bauteile aus amorphen Metallen in Serie produzieren lassen.

KONSTRUKTION

Leichte und sichere Batteriegehäuse aus Faserverbundwerkstoff
Wirtschaftlicher Leichtbau ist in der automobilen Gegenwart und Zukunft unverzichtbar, wenn es darum geht, effiziente und moderne Fahrzeuge zu entwickeln. Für Elektrofahrzeuge entwickelt SGL Carbon Batteriekästen in Faserverbundbauweise, die trotz geringem Gewicht alle Anforderungen hinsichtlich Crashsicherheit, Steifigkeit und Thermomanagement erfüllen.

Nichtbrennbare, anorganische Faserverbundwerkstoffe für den Schiffbau
Im Rahmen des Forschungsvorhabens AnorKomp entwickeln das Fraunhofer IGP und die TU Clausthal nichtbrennbare, anorganische Faserverbundwerkstoffe. Die Materialien ermöglichen dank der Einstufung in die Brandschutzklasse A1 die Umsetzung von Leichtbaulösungen im äußerst streng reglementierten Schiffbau.

PRODUKTION

Großserientauglicher Klebeprozess für hybride Bauteile
Metall-Kunststoff-Hybridbauteile lassen sich mit geeigneten Klebstoffen fügen. Wie dies innerhalb großserienüblicher Taktzeiten funktionieren kann, hat Benteler nun innerhalb des EU-Projekts Alliance am Beispiel eines Crash-Management-Systems mit einer Verstärkung aus Faserverbundkunststoff aufgezeigt.

Säge für die 5-Achsbearbeitung von Faserverbungwerkstoffen
C6 Composites Tooling hat eine Säge für die 5-Achsbearbeitung von Faserverbundkunststoffen entwickelt. Sie hinterlässt delaminationsfreie Schnitte ohne Faserüberstände bei zugleich hohem Vorschub. Für die Bearbeitung von Flugzeugrümpfen oder Karosseriebauteilen bietet sie eine wirtschaftliche Alternative zum Fräsen.


Anzeigenschluss: 28.11.19
Druckunterlagenschluss: 04.12.19
Erscheinungstermin: 28.12.19


Kontakt

Ingo Rosenstock
Mediaberatung
ingo.rosenstock@springernature.com
+49(0)611.7878-146
+49(0)611.7878-405